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Am 5. August 2010 bricht eine Kupfer- und Goldmine in der chilenischen Atacama Wüste ein. Dabei werden 33 Minenarbeiter, auch als „Los 33“ bezeichnet, in 700 Metern Tiefe lebendig begraben und erst nach unglaublichen 69 Tagen befreit.
 

Umständliche Bergungsarbeiten

 

Die 121 Jahre alte chilenische Mine war bereits in der Vergangenheit wegen Verstößen gegen Sicherheitsauflagen aufgefallen. In den Jahren vor dem Unglück war es außerdem zu mehreren Todesfällen dort gekommen.

Als die Mine schließlich einbrach, war nicht bekannt, wo sich die potenziellen Überlebenden genau aufhielten. Daher wurden an mehreren Stellen Löcher gebohrt, bis schließlich ganze 17 Tage nach dem Unglück der Bohrer mit einem angehefteten Zettel wieder an die Oberfläche kam. Auf diesem stand:

“Estamos bien en el refugio, los 33” (zu dt. etwa: „Wir sind in einem Unterstand in Sicherheit, die 33“)

 

Der Kampf ums Überleben

 

Die 33 begrabenen Minenarbeiter kämpften jeden Tag ums Überleben. Sie stimmten über jede Entscheidung mehrheitlich ab, da sie wussten, dass Unruhe innerhalb der Gruppe ihr Ende hätten sein können.

Als die Rettungskräfte schließlich eine Videokamera zu den eingeschlossenen Kameraden herunterlassen konnten, sagte der 54-jährige Sprecher der Gruppe Luiz Urzua nur:

„Uns geht es gut. Wir warten darauf, von euch gerettet zu werden.“

 

Rettung nach 69 Tagen

 

Nach 69 Tagen in Gefangenschaft unter der Erde drang endlich eine Rettungskapsel zu den Eingeschlossenen durch. Die Bergung aus dem Minenschacht dauerte damit qualvolle 15 Minuten und barg viele Risiken, unter anderem durch die extreme Enge, die potenziell zu klaustrophobischen Zuständen führen konnte.  

Jeder Mann, der aus der Mine gerettet wurde, wurde an der Oberfläche von dem chilenischen Präsidenten Sebastian Pinera begrüßt und im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht. Alle 33 Männer überlebten das Minenunglück und lediglich zwei von ihnen mussten länger als zwei Tage im Krankenhaus bleiben.