Weitere Drehorte und Gesprächspartner

Deutschland, Berlin

Stiftung Preussischer Kulturbesitz in Berlin

Die 1957 gegründete Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist eine der bedeutsamsten und universellsten Kultureinrichtungen weltweit. Neben Museen, wie jene auf der weltbekannten Museumsinsel in Berlin, gehören zur Stiftung auch zahlreiche Bibliotheken, Archives owie Forschungseinrichtungen. Ihre Sammlungen umfassendie Bereiche Archäologie, bildende Kunst, Musik und Literatur. Mit rund 2.000 Mitarbeitern und dem Ansinnen, die kulturelle Menschheitsgeschichte vom Altertum bis in die Gegenwart zudokumentieren, ist die von Bund und Ländern gemeinschaftlich getragene Stiftung nicht nur Deutschlands größter Arbeitgeberim kulturellen Bereich, sondern auch größter Protektor kulturellen Erbes.

Die Hüter

Prof. Dr. Hermann Parzinger

Prof. Dr. Hermann Parzinger ist habilitierter Prähistoriker und seit 2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Bis heute leitet er Ausgrabungs- und Forschungsprojekte und veröffentlicht regelmäßig. Parzinger ist Träger zahlreicher Preise. „Sammlungen, Kulturgüter, Kulturschätze haben eine unglaubliche Kraft, den Menschen etwas über die Menschen zu erzählen. Über einen selbst, aber auch über dieeigene Rolle in der Welt“, so Parzinger.


Niederlande, Den Haag

Internationaler Strafgerichtshof

Als internationales Strafgericht ist es Teil und ein Hauptorgan der Vereinten Nationen. Die Vollmacht des Internationalen Strafgerichtshofsfußt auf dem Rom-Statut, das 1998 von den Vereinten Nationen beschlossen worden und 2002 in Kraft getreten ist. Das Gericht setzt sich aus 18 Richtern und Richterinnen zusammen,die aus unterschiedlichsten Ländern stammen und auf diese Weise ausgewogen die Rechtssysteme der Welt repräsentieren sollen. Sie werden jeweils für neun Jahre gewählt.

Die Hüter

Dr. Fatou Bensouda

Dr. Fatou Bensouda wurde 1998 zur Generalstaatsanwältin und Justizministerin in Gambia ernannt. Heute lebt und arbeitet sie in Den Haag, wo sie seit fünf Jahren als Chefanklägerin am Internationalen Strafgerichtshof tätig ist, der sich seit 2002 hauptsächlich mit Völkermord, Verbrechengegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen befasst. Fatou Bensouda war maßgeblich am Prozess gegen den kongolesischen Kriegsverbrecher Thomas Lubanga Dyilo beteiligt.


Frankreich, Paris

UNESCO

Die UNESCO hat sich der Aufgabe verschrieben, Wissenschaft, Kultur und Erziehung zu fördern. Das Ziel ist es, durch Zusammenarbeit zwischen den Völkern zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen und dabei die Achtung vor Recht, Gerechtigkeit, Menschenrechten und inhärenten Grundfreiheiten aller Völker zu stärken. Derzeit sind 195 Staaten als vollwertige Mitglieder in der UNESCO vertreten.

Die Hüter

Irina Bokova

Von 2009 bis 2017 bekleidete Irina Bokova als Generaldirektorin das höchste Amt der UNESCO. Die 64-Jährige ist seit 1995 politisch aktiv und blickt auf langjährige Erfahrungin der Diplomatie und im Dienste der bulgarischen Regierung zurück. Bokova: „Wenn Extremisten heute Kulturerbe zerstören, dann wollen sie Identität angreifen. Sie verfolgen Minderheiten, verursachen diese gigantische humanitäre Katastrophe, und dann zerstören sie das historische Erbe, als hätte es dort nie etwas Anderesgegeben, als hätte es dort nie eine Geschichte vor ihnen gegeben.“

Francesco Bandarin

Francesco Bandarin ist der Assistant Director-General für Kultur der UNESCO und demGeneraldirektor direkt unterstellt. Damit ist er maßgeblich an der Auswahl der Kulturstätten beteiligt, die durch die UNESCO unter besonderen Schutz gestellt werden.

Mechtild Rössler

Mechtild Rössler ist Direktorin des BereichsKulturerbe des UNESCO World Heritage Centre.Sie wurde als Expertin für Kultur- undNaturerbe im Jahre 2013 zur Abgeordnetendes World Heritage Centre gewählt.


Niederlande, Amsterdam

Anne-Frank-Haus

Das Museum widmet sich der Aufarbeitung des Schicksals von Anne Frank, die sich gemeinsam mit ihrer Familie und vier weiteren Juden in einem Hinterhaus vor den Nazis versteckt hielt, um der Deportation zu entgehen.

Das Hinterhaus in der Prinsengracht 263-267 in Amsterdam ist von allen Seiten vor Blicken von außen geschützt. Die Untergetauchten lebten mehr als zwei Jahre lang auf rund 50 Quadratmetern in abgedunkelten Räumen.

Ihre Erlebnisseund Erfahrungen beschrieb sie in ihrem weltberühmten Tagebuch. Im August 1944 wurden sie schließlich von der deutschen Gestapo entdeckt, verhaftet und deportiert. Ob sie verraten oder zufällig entdeckt wurden, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Annes Vater Otto überlebte als einziger die Schrecken der Konzentrationslager. Neben einer Ausstellung in dem Vordergebäude ist auch das Hinterhaus für Museumsbesucher zugänglich.

Die Hüter

Ronald Leopold

Ronald Leopold ist seit 2011 allgemeiner Direktordes Anne-Frank-Hauses in Amsterdam.Er versteht das Museum sowohl alseinen Hort der Erinnerung und der Auseinandersetzungmit den von den Nazis begangenenGrausamkeiten, als auch als Ortder Mahnung, der dazu anregen soll, Lehrenaus der Vergangenheit für die Zukunft zuziehen.