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Fabelwesen faszinieren uns. Einhörner, Zentauren und Drachen sind dabei zweifelsohne Gebilde unserer Fantasie. Doch es gibt ein paar Wesen, deren Existenz umstritten ist - und die immer wieder mit angeblichen persönlichen Sichtungen und Fotoaufnahmen von sich reden machen. Das sind die drei beliebtesten Fabelwesen:

1. Der Yeti

Immer wieder gibt es Menschen, die berichten, sie hätten den Yeti gesehen. Regelmäßig tauchen neue Fotos auf, die angeblich Aufnahmen des Schneemenschen zeigen sollen. Diese Berichte lassen sich bis ins Jahr 77 zurückverfolgen. Ein Mythos also, der die Menschen schon lange Zeit bewegt – und auch von erfahrenen Bergsteigern nicht Halt macht.

Meist sind es jedoch in hohen Gebirgen und an abgelegenen Orten lebende Yak-Hirten, die davon berichten, den Yeti oder seine riesigen Fußspuren im Schnee gesehen zu haben. 

Für die Menschen in Bhutan ist die Existenz des Yetis ein Fakt. Die Geschichten rund um den Schneemenschen sind tief verwurzelt in ihrer Kultur und werden schon kleinen Kindern erzählt.

Auch Wissenschaftler haben sich der Legende um den Yeti angenommen. Viele Haare, Knochen oder anderes Genmaterial von einem angeblichen Yeti wurden schon untersucht. Dabei stellte sich in den meisten Fällen heraus, dass es sich um DNA von dem asiatischen Braunbär handelte.

Doch auch diese eindeutigen Beweise konnten der Beliebtheit des Yeti keinen Abbruch tun. Immer noch reisten unzählige Abenteurer in den Himalaya, um sich selbst auf die Suche nach dem zotteligen Wesen zu machen. Um die Natur vor den Massen an Neugierigen zu schützen, hat die nepalesische Regierung daher 1957 eine Steuer für Expeditionen in die Region erhoben. So muss man etwa 17.000€ zahlen, um sich auf die Suche nach dem Yeti zu machen.

2. Der Waldmensch Bigfoot

Ähnlich wie der Yeti, soll der riesige Menschenaffe Bigfoot in Gebirgen Zuhause sein – allerdings in Nordamerika. Sowohl in den Rocky Mountains als auch in den Appalachen soll Bigfoot immer wieder gesehen werden.

1850 gab es die ersten bekannten Berichte über einen riesigen, aufrecht gehenden Affen. Die Indianer beschrieben Bigfoot damals als etwa drei Meter großen und mehr als 500 Kilo schweren Hünen. Das in Kanada auch „Sasquatch“ genannte Wesen hat seitdem viele Fans, deren Liebe sogar so weit geht, dass sie Spuren fälschen.

Der wohl berühmteste letzte Fälschungsfall betrifft den selbsternannten Bigfoot-Forscher Ray L. Wallace. Er hatte mit Fotografien angeblicher Fußabdrücke des Sasquatch für Aufsehen gesorgt. Doch nach seinem Tod veröffentliche sein Sohn Aufnahmen, die Wallace mit riesigen, aus Holz geschnitzten Fußabdrücken zeigten. Er hatte die Spuren selbst gelegt.

3. Ungeheuer von Loch Ness

Seit Jahrzehnten hält sich der Mythos von einem im schottischen See Loch Ness lebenden Ungeheuer. Von den Medien liebevoll Nessie genannt, tauchen Berichte über neue Sichtungen meist während des Sommerlochs auf.

Die Legenden rund um Nessie sind für viele Menschen auch deswegen ein Mythos und kein Fakt, da der See Loch Ness verhältnismäßig schmal ist. Zwar erstreckt er sich länglich auf bis zu 37 Kilometern, ist aber im Schnitt nur 1,5 Kilometer breit. Relativ übersichtlich also, zumindest wenn man nach einem angeblich bis zu zehn Meter langen schwimmenden Ungeheuer Ausschau hält. 

Nessie hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die erste bekannte Erwähnung eines im See lebenden Ungeheuers kann bis ins Jahr 565 zurückverfolgt werden. Demnach soll Nessie einem Plesiosaurier, also einer Art Echse oder Wasserschlange, ähnlich sehen. Auch von einem übergroßen Aal war schon einmal die Rede.