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Der im 12 Jahrhundert als geistlicher Ritterorden ins Leben gerufene Templerorden wurde bereits zwei Jahrhunderte später wieder aufgelöst, doch die Faszination der Menschen mit den Templern hält sich bis heute. Wer waren die Tempelritter wirklich und welche Verschwörungstheorien sind immer noch nicht gelöst?

Der volle Name des Ordens lautete Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem. Anlass für die Gründung waren die ersten Kreuzzüge. Zu dieser Zeit pilgerten viele Gläubige nach Jerusalem, was Räuber in die Region lockte. Um die Pilger vor Überfällen zu beschützen, taten sich sieben französische Ritter zusammen und gründeten den Orden. Sie sahen ihre Hauptaufgabe darin, die Straßen des Heiligen Landes zu sichern. Ihren Verhaltenskodex schrieben sie in 72 Regeln nieder, die unter anderem festlegten, wie die Ritter am Gottesdienst teilzunehmen hatten. Somit waren sie der erste Orden, der die ideale des Rittertums mit denen der Mönche verband.

Die Geschäfte

In dieser Zeit galten die Templer als militärische Eliteeinheit, die direkt dem Papst unterstellt war. Dadurch waren die Mitglieder des Ordens für weltliche Herrscher unantastbar und sie konnten sogar selbst Steuern erheben und Geld gegen Zinsen verleihen. Letzteres wurde stillschweigend geduldet, obwohl es eigentlich verboten war. Insgesamt 9000 über ganz Europa verstreute Besitztümer wurden von den Mitgliedern selbst verwaltet. Dazu gehörte auch die Siedlung um das heutige Berlin-Tempelhof. Bis heute kann man dort die ummauerte Dorfkirche Tempelhof als letzter Überbleibsel eines solchen Templerbesitztums besuchen.

Auflösung des Ordens

Die Könige erlangten im Laufe des Mittelalters immer mehr Macht und betrachteten päpstliche Orden mit Argwohn, da sie ihre Stellung von ihnen bedroht sahen. 1307 wurden die Mitglieder des Templerordens vom französischen König wegen Ketzerei und Sodomie, was in diesem Zusammenhang auf homosexuelle Handlungen anspielt, angeklagt. Daraufhin wurde ein Haftbefehl gegen alle Templer ausgesprochen. Bis 1309 zählte man 546 inhaftierte Tempelritter in Paris.

Am 22. März 1312 löste schließlich Papst Clemens V. der Orden auf. Alle Besitztümer der Templer gingen an den Johanniterorden über. Allerdings sind die vielen verschwundenen Reichtümer der Templer Anlass für eine bis heute bekannte Verschwörungstheorie.

Der Schatz der Tempelritter

Eine Vielzahl an Theorien ranken sich um den Verbleib eines angeblichen Schatzes des Ordens. Gerüchte besagen, die Templer wären kurz vor den zahlreichen Verhaftungen nach Amerika gesegelt und hätten ihr Geld in der Nähe der kanadischen Stadt Halifax versteckt. Unterstützt wird diese Theorie durch angebliche Abbildungen der amerikanischen Maispflanze und des Aloe-Kaktus in den Mauern einer Kapelle in Schottland, noch Jahrhunderte bevor Columbus den Atlantik überquerte. Es gibt auch Spekulationen, die die Templer mit dem Schatz auf Oak Island in Verbindung bringen. 

Neben einem finanziellen Schatz ist jedoch auch immer wieder von wertvollen Reliquien und Schriftstücken die Rede. Auch sollen die ersten Mitglieder des Templerordens bei Ausgrabungen auf dem Tempelberg auf den Heiligen Gral gestoßen sein  

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