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Der Landkartenhersteller Ordnance Survey führte eine Studie durch, die zeigt, dass die Menschen in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Fähigkeiten verloren haben. Zu diesen gehören vor allem solche, die über Generationen hinweg erlernt wurden. Die Ursache für dieses Phänomen ist im technischen Fortschritt zu finden, insbesondere in mobilen Applikationen.

Der exzessive Gebrauch intelligenter Software ersetzt eine Vielzahl von Aktivitäten, kann abhängig machen und uns entmündigen.

Die Autoren der Studie betonen, dass „die Technologie, so gut sie auch sein mag, nicht unfehlbar ist. Man sollte sich nicht immer auf sie verlassen, da auch sie ihre Tücken hat.“ Aus diesem Grund sei es besonders wichtig, verschiedene Fähigkeiten lebendig zu halten – so zum Beispiel den Orientierungssinn und das Vermögen, Karten zu lesen. Diese haben sich mit der Einführung von Google Maps und ähnlichen Apps dramatisch verschlechtert.

Dennoch müsse man nicht pessimistisch werden, so die Ergebnisse der Studie: Durch die neue Technologien entwickeln sich auch neue Fertigkeiten, wie zum Beispiel die Suche nach Informationen, das Erledigen von Formalitäten und der Umgang mit der Privatsphäre im Internet.

Dennoch sei die Liste all jener Fähigkeiten, die der Untersuchung zufolge in den modernen Gesellschaften verloren gehen, deutlich länger. Dazu gehört: 

  • Kartenlesen
  • sich mit einem Kompass orientieren
  • einen Seemannsknoten machen
  • Socken flicken
  • etwas in einem Buch nachschlagen anstatt es zu „googeln“
  • einen Text korrigieren; Gewichteinheiten unterscheiden
  • Grammatikregeln verstehen und buchstabieren können
  • Feuermachen
  • handschriftliches Schreiben (Kalligrafie)
  • Stricken
  • sich die Telefonnummern von Freunden und der Familie auswendig merken
  • sich die Telefonnummer des eigenen Partners merken
  • die Flora und Fauna eines Ortes identifizieren
  • Brotbacken
  • Hosen kürzen
  • und viele mehr

Bild: ©Tobias Machhaus