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Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – und doch wird täglich über kaum etwas anderes so viel diskutiert wie über Essen, ob in Restaurants, Blogs oder im Fernsehen.

Nun hat sich sogar die Wissenschaft des Themas angenommen, um die Formel des perfekten Hamburgers zu ergründen. Eine Gruppe von Forschern der University of Oxford, angeführt von dem Koch und Wissenschaftler Charles Michel, hat nun jene Faktoren extrahiert, die zu einem perfekten Geschmackserlebnis führen:

30% der Befriedigung rührt vom Geruch des Burgers her, das Kaugeräusch ist zu 15% daran beteiligt, genau wie seine visuelle Erscheinung und sein Geschmack. Die restlichen 25% haben mit dem Ambiente zu tun, in dem gegessen wird.

„Die Wissenschaft hat bewiesen, dass unsere Sinne und das Gehirn uns signalisieren, wenn etwas schmackhaft ist und nicht nur unser Gaumen. Es ist daher nicht ganz richtig, vom Geschmack des Essens zu reden, da hier viele Faktoren mitspielen“, so Michel.

Der Forscher veröffentlichte eine Formel mit neun Zutaten, mit dem sich ein Hamburger kreieren lässt, der alle sensorischen Ansprüche erfüllt:

warmes Hamburgerbrot, das oben mit Sesam bestreut ist; etwas Chipotle-Soße; knackiger Eisbergsalat und eine aufgeschnittene Essiggurke; eine Tomatenscheibe (einen Zentimeter dick); zwei kurz angebratene Scheiben Serranoschinken, drei Zwiebelringe und zwei Scheiben Camembert. Den Käse sollte man dabei in der Pfanne auf das Fleisch legen, damit sich der Geschmack voll entfaltet. Das Burgerfleisch selber sollte einen Zentimeter dick sein und vom Fleisch des Wagyu-Rindes stammen. Gewürzt wird es idealerweise mit Salz, Pfeffer, fein gehackter Zwiebel und ein wenig Ketchup; auf den unteren Teil des Brötchens kommt ein wenig Sojasoße.

Bild: © Len Rizzi / Wikimedia