Die Schmetterlinge des Gottfried Kirchbichler
Volksschule Absam Dorf
Projektbeschreibung:
Schmetterlinge haben zwei Fühler (Antennen) am Kopf, die als wichtige Sinnesorgane zum Riechen, Schmecken und Tasten dienen. Zwischen der Tierwelt und der Technik, zwischen Fühlern und Antennen, hat sich ein guter Teil des Lebens von Gottfried Kirchbichler abgespielt. 1892 in Hall in Tirol geboren, wuchs er in einer Zeit auf, in der das lange 19. Jahrhundert mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende ging. Nach seiner Matura 1910 trat er bei den Wiltener Chorherren ein und wurde 1915 zum Priester geweiht. Als Kooperator wirkte er anschließend in kleinen Tiroler Dörfern in der Umgebung von Innsbruck.
Neben seiner geistlichen Tätigkeit zählt Kirchbichler in Tirol zu den Radiopionieren. Bereits im Dezember 1921 war sein erster selbstkonstruierter Radioempfänger fertig. Er baute zahlreiche Empfangsgeräte, verkaufte sie über eine Innsbrucker Buchhandlung und investierte den Gewinn in weitere Forschung. Bald stellte er ein Radiogerät mit zwei Röhren her und verschaffte sich endgültig den Ruf als Tiroler Radiopionier. Die frühen Radios benötigten Elektronenröhren, um die schwachen Radiowellen zu verstärken – ohne sie hätte man zwar etwas empfangen, aber kaum etwas gehört.
Ab 1928 war Kirchbichler nach einer Reise in die USA als Priester an zahlreichen Orten tätig. Trotz seiner seelsorgerischen Aufgaben begann er dort mit dem Sammeln von Schmetterlingen, Spinnen und Käfern und legte den Grundstein für eine außergewöhnliche Sammlung amerikanischer Schmetterlinge. Nach 22 Jahren kehrte er nach Europa zurück und nahm seine Sammlung mit. In Absam arbeitete er als Seelsorger, erzählte Kindern von seinen Entdeckungen und wurde 2024 anlässlich „100 Jahre Radio“ mit einer Ausstellung gewürdigt. Im Juni 2025 besuchte die 2b Klasse der VS Absam Dorf einen Schmetterlingsworkshop im Gemeindemuseum und entwickelte anschließend das Theaterstück „Die Schmetterlinge des Gottfried Kirchbichler“, das mehrfach aufgeführt wurde.
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