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Schauspielerin und Model Marilyn Monroe wurde zum größten Sexsymbol einer ganzen Generation. Sie starb 1962 im Alter von 36 Jahren an einer Überdosis. Ihre Filme spielten mehr als 200 Millionen US-Dollar ein. Bekannt wurde sie nicht zuletzt durch ihre Beziehungen zu Arthur Miller, Joe DiMaggio und durch die Gerüchte zu einer Affäre mit Präsident John F. Kennedy.

 

Junge Jahre

Norma Jeane Mortenson wurde am 1. Juni 1926 in Los Angeles, Kalifornien, geboren. Getauft wurde Monroe unter dem Namen Norma Jeane Baker. Den Großteil ihrer Kindheit verbrachte sie bei Pflegefamilien und im Waisenhaus, da ihre Mutter Gladys mit einer paranoiden Schizophrenie zu kämpfen hatte und am Ende in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden musste.

Marilyn Monroe hat ihren Vater nie kennengelernt. Ein Gerücht, dass sie selbst nur allzu oft streute, war, dass Clark Gable ihr Vater sei. Beweise für die Behauptung gibt es jedoch nicht.

Immer wieder kam die kleine Marilyn bei der Familie Goddard unter, die dafür von Monroes Mutter wöchentlich 25 US-Dollar erhielt. Das Paar war tiefreligiös und folgte fundamentalistischen Lehren, was für Marilyn eine Vielzahl an Verboten zur Folge hatte – so durfte sie auch nicht ins Kino gehen. Als die Goddards von der West- an die Ostküste zogen, ließen sie Marilyn zurück.

Monroe behauptete später, eine ihrer frühesten Erinnerungen war, als sich ihre Mutter nachts über sie beugte und versuchte, sie mit einem Kissen zu ersticken.

Danach folgte eine schwierige Phase in Monroes Leben. Im Alter von sieben Jahren kam sie in ein Pflegeheim, in dem sie sexuellen Übergriffen zum Opfer fiel – im Alter von elf Jahren soll sie vergewaltigt worden sein. Aus dieser schrecklichen Zeit resultierte, dass sie im Alter von 15 Jahren die Schule abbrach. Ihr damaliger Freund und Nachbar Jimmy Dougherty bot ihr einen Ausweg an, um einem weiteren Aufenthalt im Waisenhaus zu entkommen: Er machte der damals 16-jährigen Marilyn einen Heiratsantrag, den sie annahm.

 

Der Traum von Hollywood

Monroe träumte davon, Schauspielerin zu werden. Als ihr Mann Dougherty, tätig in der Handelsmarine, in den Südpazifik entsandt wurde, begann sie in einer Munitionsfabrik im kalifornischen Van Nuys zu arbeiten. Dort wurde sie erstmals von einem Fotografen entdeckt.

Als Dougherty 1946 zurückkehrte, war Monroe bereits im Modelbusiness erfolgreich. In diesem Jahr unterschrieb sie ihren ersten Filmvertrag. Damit einher gingen ein neuer Name und ein neues Image. Sie begann sich "Marilyn Monroe" zu nennen und färbte sich die Haare blond. Ihr neues Image sah auch vor, Single zu sein, weshalb sie sich von Dougherty scheiden ließ.

Zunächst galt Monroe nicht als Star-Darstellerin. Ihre Schauspielkarriere nahm erst einige Jahre später richtig Fahrt auf. Mit ihrer gehauchten Stimme und ihrem auffälligen Äußeren sollte sie bald zu einer der berühmtesten Schauspielerinnen Hollywoods werden. Sie bewies ihr Können in unterschiedlichsten Rollen und wurde so nach und nach zum Publikumsmagnet. Ihr Auftritt in „Manche mögen’s heiß“ (1959) bleibt unvergessen – eine Rolle, die ihr einen Golden Globe einbrachte.

Monroe wurde trotz chronischer Unsicherheiten in Bezug auf ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu einem internationalen Star. Ihre Angst vor Auftritten führte oftmals zu Erkrankungen und zu Verspätungen an Filmsets, die Co-Stars und Crews zur Weißglut trieben. Nicht zuletzt deshalb wurden Monroes Verträge mit Filmstudios nicht nur einmal aufgelöst.

Mitte der 1950er Jahre hatte Monroe die „Blondinenrollen“ satt und zog nach New York City, um im Actors' Studio bei Lee Strasberg Schauspiel zu studieren.

In den frühen 1960er Jahren schien Monroes berufliches und privates Leben jedoch nach erfolglosen Beziehungen in Aufruhr zu sein. Ihren letzten Film, „Something’s Got to Give“, in dem sie zum Teil fast unbekleidet auftrat, konnte sie nicht mehr beenden. Doch trotzdem blieb ihr Ruhm unantastbar – nicht zuletzt wegen Fotoserien wie „The Last Sitting“ (1962) für das Vogue Magazin.

 

 

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Ehepartner und Geliebte

Monroe hatte insgesamt drei Ehemänner: James Dougherty (1942–1946), Joe DiMaggio (1954, neun Monate) und Arthur Miller  (1956–1961). Sie schrieb auch wegen ihrer romantischen Beziehungen zu Marlon Brando, Frank Sinatra, Yves Montand und dem Regisseur Elia Kazan Schlagzeilen. Nach Monroes Tod ließ der ehemalige Baseball Star und ihr Ex-Mann DiMaggio für die nächsten 20 Jahre rote Rosen in ihre Gruft liefern.

Es gab Gerüchte, dass Monroe mit Präsident John F. Kennedy und seinem Bruder Robert Kennedy in Verbindung stand. Am 19. Mai 1962 gab Monroe ihren berühmten Auftritt bei der Geburtstagsfeier von John F. Kennedy, bei dem sie das allseits bekannte Geburtstagsständchen, "Happy Birthday, Mr. President", zum Besten gab.

 

Tod und Vermächtnis

Marilyn Monroe starb am 5. August 1962 in ihrem Haus in Los Angeles im Alter von nur 36 Jahren. Neben ihrem Bett wurde eine leere Dose Schlaftabletten gefunden. Zwar gab es immer wieder Spekulationen darüber, ob sie möglicherweise ermordet wurde, doch dafür gibt es keine Beweise. Fakt bleibt jedoch, dass die genauen Umstände ihres Todes noch heute ungeklärt sind.

Strasberg hielt vor einer kleinen Gruppe von Freunden und Familie eine Laudatio. Hugh Hefner kaufte die Krypta direkt neben der von Monroe.

Noch heute ist Marilyn Monroe eine tragische Ikone der Populärkultur. Private Fotos von ihr werden noch heute veröffentlicht und verkauft. Das Bild von Monroe in einem Kleid, das über einem New Yorker U-Bahn-Schacht hochgeweht wird, zählt zu den bekanntesten Aufnahmen des 20. Jahrhunderts.

 

 

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