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An diesem Tag im Jahr 1810 soll Ludwig van Beethoven sein Meisterwerk „Für Elise“ fertig gestellt haben. Beethoven wird als einer der größten Komponisten aller Zeiten angesehen.

Er wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn geboren und starb am 26. März 1827 in Wien. Unter seinem kompletten Oeuvre sind zwei Meisterwerke, die sogar Musikbanausen kennen: Die Fünfte Symphonie und „Für Elise“. Passagen aus diesen zwei Musikstücken erkennt man sofort und sie sind auf der ganzen Welt berühmt.

Beethoven vollendete „Für Elise“ am 27. April 1810. Aber das Stück wurde erst 1867 entdeckt und veröffentlicht, 40 Jahre nach seiner Beerdigung.  Die original signierte Partitur wurde von einem deutschen Musikwissenschaftler, Ludwig Nohl, gefunden, der das Stück transkribieren und veröffentlichen ließ. Das Original-Manuskript ist verloren gegangen und es gibt Meinungen, dass es nie existiert hat, was die Musik noch geheimnisvoller machte.

Das andere große Geheimnis um „Für Elise“ ist die Identität derjenigen, der es gewidmet ist: Elise. Einige Wissenschaftler haben vermutet, dass Nohl den Titel nicht korrekt transkribiert hat und dass das Stück eigentlich „Für Therese“ hieß, zu Ehren von Therese Malfatti von Rohrenbach zu Dezza. Diese Therese war eine Freundin und ehemalige Studentin von Beethoven, in die er sich verliebt hatte und der er 1810 einen Antrag machte – der allerdings abgewiesen wurde zu Gunsten des österreichischen Adeligen Wilhelm von Droßdik.

Andere gehen davon aus, dass es sich bei Elise um Elisabeth Röckel handelte, eine deutsche Sopranistin. Elisabeth war eine enge Freundin Beethovens. Kurz bevor er starb, schnitt sie ihm eine Haarlocke ab, um sich an ihn zu erinnern. Aber sie heiratete seinen Freund und weit weniger erfolgreichen Rivalen Johann Nepomuk Hummel. Traurigerweise scheiterten alle von Beethovens Heiratsanträgen und er starb als Junggeselle.

Zu der Zeit, als er „Für Elise“ schrieb, war sich Beethoven schon bewusst, dass er sein Gehör verlor. Schon 1802 schrieb er darüber und dachte auch darüber nach sich umzubringen, bevor er zu dem Schluss kam: „Nur sie die Kunst, sie hielt mich zurück. Ach es dünkte mich unmöglich, die Welt eher zu verlassen, bis ich das alles hervorgebracht wozu ich mich aufgelegt fühlte.[1]“ Er spielte weniger in der Öffentlichkeit, aber komponierte weiter neue Werke in seinen Notenbüchern. Seine Mäzene Erzherzog Rudolf, Prinz Lobkowitz und Prinz Kinsky versorgten ihn mit jährlich 4.000 Florin so lange er in Wien lebte und komponierte und so war es, bis er starb.

Ludwig van Beethovens größte Errungenschaft war es, Instrumentalmusik auf einen höheren Rang der Kunst zu heben. Zuvor wurde die Instrumentalmusik nämlich als geringer gegenüber Vokalmusik, Literatur und Malerei angesehen. Durch Stücke wie „Für Elise“ zeigte er, wie eine einfache Klavierkomposition mehr Emotionen enthalten kann als jede andere Kunstform.