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Am 9. Juni 1909 startet die US-amerikanische Automobilistin Alice Ramsey mit drei Freundinnen in Manhattan, New York City, mit dem Auto in Richtung San Francisco. Sie ist damit die erste Frau in der Geschichte, die die USA mit einem Auto durchquert.

 

Der Automobilhersteller Maxwell Motor Company hatte Ramsey auf die Idee gebracht, als erste Frau die knapp 6.000 Kilometer in einem ihrer Wägen in Angriff zu nehmen. Ramsey war bereits zuvor durch ihren professionellen und sicheren Fahrstil bei einem Langstreckenrennen aufgefallen.

Am 7. August, 59 Tage nach dem Start in New York City, kamen die vier Frauen sicher in San Francisco an – drei Wochen später als geplant. Da 1909 nur 245 der insgesamt 6.000 Kilometer zwischen Ost- und Westküste befestigt waren, mussten die Frauen oftmals gegen widrige Fahrverhältnisse ankämpfen. Dauerregen erschwerte die Fahrt zusätzlich. Am Ende waren die Frauen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 146 Kilometern pro Tag unterwegs. Navigiert wurde mithilfe von Straßenkarten und durch das Verfolgen von Telefonmasten.

Insgesamt musste Ramsey elfmal die Reifen wechseln; einmal brach die Hinterachse, einmal rutschte das 30-PS-starke Auto in einen Graben ab. Auf ihrem Weg gerieten sie in Nebraska in eine großangelegte Fahndung nach einem Mörder, in Nevada wurden sie plötzlich von Indianern umzingelt, die, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, gerade auf der Jagd waren.

Bereits 1903 hatte der Arzt Horatio Nelson Jackson als erster Mensch die über 6.000 Kilometer zwischen Ost- und Westküste mit einem Auto zurückgelegt.

Ramsey wurde 1960 von der American Automobile Association zur „Autofahrerin des Jahrhunderts“ gewählt. Im Jahr 2000 wurde sie nach ihrem Tod als erste Frau in die „Automotive Hall of Fame“ aufgenommen.

 

 

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