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Jedes Jahr am 24. Dezember feiern die Deutschen Weihnachten. Dabei ist oftmals gar nicht so wichtig, dass es sich bei dem Fest um einen christlichen Feiertag handelt und auch Menschen ohne religiöse Zugehörigkeit zelebrieren Heiligabend und die beiden folgenden Weihnachtsfeiertage. Wir erklären euch, woher die Weihnachtsgeschichte kommt und welche zwei Versionen es zur Geburt von Jesus gibt.

 

Die sogenannte Weihnachtsgeschichte bezeichnet die Erzählungen über die Geburt von Jesu von Nazareth, die im Neuen Testament stehen. Diese Textpassagen werden deswegen auch traditionell in vielen Weihnachtsgottesdiensten vorgelesen. Auch das Krippenspiel stellt diese Schilderungen aus dem Neuen Testament dar.

 

Dabei gibt es tatsächlich zwei verschiedene Versionen in der Bibel: Die geläufigere Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium und die aus dem Matthiasevangelium.

 

Das Lukasevangelium

 

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas beschreibt die Geburten von Johannes dem Täufer sowie von Jesu und schildert darüber hinaus auch Vorgänge bis zu Jesus zwölften Lebensjahr. Dabei sind die Erzählungen in acht Kapitel eingeteilt, die je einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt haben.  

 

Die Geschichte beginnt damit, dass Maria die Geburt von Jesu von dem Engel Gabriel vorausgesagt wird. Gleichzeitig wird von der Geburt von Johannes dem Täufer berichtet. Dies diente aber wohl mehr dazu, um darzustellen, dass Jesus der Größere von beiden ist.

 

Die Erzählung zur Geburt von Jesu beginnt damit, dass der Kaiser Augustus eine Volkszählung durchführt, wofür jede Familie in die Heimat des Familienvaters zurückkehren soll. Deswegen begibt sich Josef mit der schwangeren Maria nach Bethlehem, wo sie ihren Sohn zur Welt bringt.

 

Besuch der Engel

 

Im Anschluss wird beschrieben, wie drei Hirten von einem Engel besucht werden, der ihnen von der Geburt des Messias berichtet. Daraufhin eilen die Hirten nach Bethlehem und huldigen dem Neugeborenen.

 

Das Lukasevangelium endet damit, dass Jesus im Alter von zwölf Jahren gemeinsam mit seinen Eltern eine Wallfahrt nach Jerusalem unternimmt.

 

Das Matthiasevangelium

 

Das Evangelium des Matthias‘ beschreibt hingegen die Geburt von Jesus nur sehr beiläufig. In seinen Schriften geht es vielmehr um die Geschehnisse, die um seine Geburt herum passiert sind.

 

Es wird beschrieben, dass Magier aus dem Osten von einem Stern zu dem frisch geborenen Jesuskind geleitet werden. Sie bringen ihm Geschenke und huldigen ihn. Auf ihrer Suche nach Jesus hatten die Weisen vorab in Jerusalem nach dem „neugeborenen König der Juden“ gefragt, wodurch der König Herodes erfährt, dass ein Rivale für seine Position geboren wurde.

 

Der Kindermord zu Bethlehem

 

Um seine Stellung zu sichern, befiehlt der König daraufhin, das Kind umbringen zu lassen. Maria und Josef werden jedoch rechtzeitig von einem Engel gewarnt und können nach Ägypten fliehen. Nachdem König Herodes gestorben ist, kehren sie allerdings nach Palästina zurück und lassen sich in Nazareth nieder.

 

 

 
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