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Am 15. April 1912 sinkt die RMS Titanic 300 Seemeilen von Neufundland entfernt nachdem das Schiff mit einem Eisberg kollidiert war. Die Fahrt begann am 10. April in Southampton, England, und sollte nach Stopps in Frankreich und Irland nach New York führen.

 

Wir haben hier einige Fakten rund um das Schiffsunglück für euch zusammengetragen:

 

Bauphase

Die Titanic wurde von 1909 bis 1911 in Belfast, Nordirland, gebaut. Insgesamt 3.000 Arbeiter waren bei der Konstruktion des Schiffs involviert – acht Männer starben während der Bauarbeiten. Insgesamt hatte die Titanic 7,5 Millionen Dollar gekostet.

 

Titanic in Zahlen

Die Titanic war 269 Meter lang, 28 Meter breit, 53 Meter hoch, über 52.000 Tonnen schwer und mit vier Schornsteinen ausgestattet. Nur drei der Schornsteine funktionierten allerdings, der vierte wurde hauptsächlich aus ästhetischen Gründen hinzugefügt.

 

Die Crew

Fast 900 Crew-Mitglieder arbeiteten auf dem Schiff – davon nur 23 Frauen. Die Musiker mussten besonders hohe Ansprüche erfüllen: Den Passagieren der ersten Klasse wurden Musikbücher mit insgesamt 352 Liedern ausgehändigt. Die Musiker mussten alle Noten auswendig kennen und sie auf Wunsch der Passagiere zum Besten geben.

 

Antrieb

Angetrieben wurde die Titanic durch zwei Vierzylinder-Dampfmaschinen und eine Niederdruck-Parsons-Turbine mit einer Leistung von 51.000 PS, die mit Kohle angeheizt wurden. Bis zu 800 Tonnen Kohle waren dafür täglich nötig. 176 Männer übernahmen die Aufgabe, manuell die Kohle nachzulegen.

 

Eigene Tageszeitung

Die Passagiere konnten sich über eine auf der Titanic gedruckte Tageszeitung freuen, die „Atlantic Daily Bulletin“. Sie wurde immer nachts im Raucher-Salon der ersten Klasse gedruckt.

 

Rettungsboote

Auf der Titanic wäre Platz für 64 Rettungsboote gewesen, doch das Schiff wurde nur mit 20 Booten ausgestattet. Eine Rettungsbootübung, die für den 14. April 1912, dem Tag der Kollision, angesetzt gewesen wäre, wurde ohne Gründe abgesagt.

 

Fernrohr? Leider nein!

Die beiden Eisbergspäher mussten sich von ihrem Hochsitz aus auf ihre Augen verlassen, denn der Schrank, in dem das Fernrohr verstaut war, war abgesperrt und niemand konnte den Schlüssel finden. Erst bei einer Auktion im Jahr 2010 tauchten die Schlüssel wieder auf. Sie wurden für 130.000 Dollar versteigert.

 

Der Bäcker und der Whiskey

Charles Joughin, der Bäcker des Schiffs, verharrte zwei Stunden lang im eiskalten Wasser bis er endlich gerettet wurde. Innerhalb von 15 Minuten erfror ein Großteil der Passagiere, der keinen Platz in einem Rettungsboot ergatterte. Charles Joughin meinte später, sein Whiskey-Konsum an dem Abend hätte ihn so lange überleben lassen.

 

Musiker und Deserteur?

Das letzte Opfer des Titanic-Unglücks wurde erst im Jahr 2000 für tot erklärt. Roger Bricoux war als Cello-Spieler auf der Titanic beschäftigt und starb im Zuge des Unglücks. Für die französische Armee war er sogar ein Deserteur, weil er dem Einberufungsbefehl zum Ersten Weltkrieg nicht nachkam. Erst 88 Jahre später wurde sein Ruf reingewaschen.

 

Die Kollision

Am 14. April 1912 um 23:40 Uhr entdeckten die Späher den Eisberg. Nur 37 Sekunden vergingen bis das Schiff mit dem Eisberg, der aus Grönland kam, kollidierte. Um kurz vor halb 3 Uhr sank das Schiff. Zu der Kollision kam es 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland entfernt.

 

Die erste Verfilmung

Die Schauspielerin Dorothy Gibson war an Bord der Titanic und überlebte. Kaum hatte sie wieder festen Boden unter den Füßen starteten die Dreharbeiten zu dem Film „Saved from the Titanic“, der das Drama aufarbeitete und bereits einen Monat nach dem Unglück ins Kino kam. Der Stummfilm bleibt allerdings nur in Erinnerung jener, die ihn damals gesehen haben, denn die letzte Filmkopie verbrannte in einem Feuer.

 

Die Suche nach dem Wrack

Erst am 1. September 1985 wurde das Wrack der Titanic von Dr. Robert Ballard und Jean-Louis Michel gefunden. Es liegt 3.780 Meter unter der Meeresoberfläche. Forscher gehen davon aus, dass die letzten Überreste bis 2030 zerfallen sein werden, denn das Bakterium Halomonas titanicae macht sich an dem Wrack zu schaffen. Die Gattung war zwar bereits bekannt, doch die exakte Art wurde bisher nur auf der Titanic gefunden, was zu dem Namen führte.