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Foto (c) PolizeiBerlin / CC BY-SA 4.0

 

Es ist allseits bekannt, dass Königin Elizabeth II. sehr lange regierte. Tatsächlich waren 80 Prozent ihrer aktuellen Untertanen noch nicht einmal geboren, als sie 1953 gekrönt wurde. Während dieser Zeit hat sie unzählige Würdenträger und Prominente aus der ganzen Welt getroffen. Für jeden Politiker, den ihr auf ihrer Gästeliste vielleicht erwarten würdet, gibt es genauso viele bizarre Begegnungen, die ihr höchstwahrscheinlich nicht vorhergesehen hättet.

 

Marilyn Monroe

1956 traf Queen Elizabeth II bei der „Royal Film Performance“, einem jährlich stattfindenden Event mit Ehrengästen aus dem Königshaus, bei der Premiere von „Panzerschiff Graf Spee“ auf Marilyn Monroe. Die beiden waren hinsichtlich ihres Alters nur wenige Monate auseinander. Ihre Majestät soll ein großer Fan von Marilyn gewesen sein und jeden einzelnen ihrer Filme gesehen haben. Als Elizabeth nach ihrer Begegnung mit dem Filmstar gefragt wurde, soll sie gemeint haben, Marilyn wäre äußerst herzlich gewesen.

 

Frank Sinatra

Der überaus erfolgreiche Sänger und Schauspieler traf Ihre Königliche Hoheit auf einer von Nancy Regan ausgerichteten Party. Die Feier, die zu Ehren von Königin Elizabeth II. stattfand, war Sinatras erstes Treffen mit der Königin von England. Allerdings hatte er Elizabeth bereits 1951 getroffen und damit noch bevor sie den Thron inne hatte.

 

JFK und Jackie

Es ist nicht verwunderlich, dass die Königin Englands dem Äquivalent des amerikanischen Königshauses entsprechen sollte. Tatsächlich hat sie 13 der 14 lebenden Präsidenten getroffen – die einzige Ausnahme war Lyndon B. Johnson, der nach der Ermordung von John F. Kennedy kurzfristig als Präsident eintrat.

Die Begegnung mit Queen Elizabeth hinterließ vor allem bei den Kennedys allerdings einen tiefsitzenden Eindruck. Die First Lady soll sich später offen darüber geäußert haben, dass der Buckingham Palace veraltet sei und der Stil der Königin nicht ihren Standards für schicke Couture entspreche. Jackie soll sogar gesagt haben, die Queen wäre „mühsam“. Die Royal Family ließ das unkommentiert.

 

Michelle Obama

Im Gegensatz zu einer ihrer Vorgängerinnen hinterließ First Lady Michelle Obama einen ganz anderen Eindruck im Buckingham Palace, als sie das Protokoll brach und die Königin umarmte.

Nach einem Tag voller königlicher Verpflichtungen und des Händeschüttelns berichtete Michelle, dass sie und die Königin sich gerade darauf geeinigt hatten, dass sie es satt hätten, High Heels zu tragen. Nicht wissend, dass es ein strenges königliches Protokoll gibt, legte Michelle ihren Arm um die Königin, um ihre natürliche Verbundenheit und Solidarität mit der Monarchin zu zeigen.

 

 
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The Beatles

Als die Beatles 1963 vor der Queen, anderen royalen Familienmitgliedern und weiteren geladenen Gästen auftraten, meinte John Lennon vor ihrem abschließenden Hit „Twist and Shout“ frech, dass die Leute auf den billigen Plätzen mitklatschen, und alle anderen zumindest mit ihrem Schmuck klirren sollten. Paul McCartney und der Band Manager Brian Epstein sollen Lennon davon abgebracht haben, das F-Wort vor „Schmuck“ zu setzen.

Die Eskapaden der Band endeten damit jedoch nicht. Als sie nur zwei Jahre später „Members of the Most Excellent Order of the British Empire“ wurden, wurde gemunkelt, dass alle vier zuvor Marihuana konsumiert hatten.

 

Charlie Chaplin

Der Stummfilmstar eroberte das frühe Hollywood mit seinem ikonischen Schnurrbart, Zylinder und seinen bahnbrechenden Stunts im Sturm. 1975 wurde er für seine Verdienste um die Filmindustrie zum Ritter geschlagen. Im Alter von 86 Jahren machte sich der Londoner Filmstar auf den Weg, um die Auszeichnung von der Queen entgegenzunehmen. Sie soll nach der Zeremonie zusätzliche Zeit mit ihm verbracht haben, um ihm für seine Arbeit zu danken.

 

Madonna

Als die „Queen of Pop“ die „Queen of England“ traf, liefen die Dinge nicht ganz nach Plan. Jedenfalls nicht für Madonna. Die Sängerin musste bei der Premiere des Bond-Films „Stirb an einem anderen Tag“ – für den Madonna den Titelsong geschrieben hatte – überrascht feststellen, dass Ihre Königliche Hoheit keine Ahnung hatte, wer sie war. Als Madonna der Queen erzählte, dass sie das Lied eingesungen hatte, meinte diese nur beiläufig: „Oh, wirklich, haben Sie das?"

 

007

Nachdem sie einige der früheren Schauspieler getroffen hatte, die Großbritanniens geliebten Superspion verkörperten, wie Sean Connery und Pierce Brosnan, lernte Elizabeth auch Daniel Craig während der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2012 kennen. Aus Gründen der nationalen Sicherheit wurde Ihre Königliche Hoheit von James Bond per Helikopter zu der Veranstaltung eskortiert, und beide sprangen mit dem Fallschirm ins Stadion – die Vermutung liegt nahe, dass es sich zumindest bei der Queen um ein Stuntdouble handelte.

 

 

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