John Gotti

John Gotti ist nach Al Capone wohl das bekannteste Mitglied der Cosa Nostra, dem amerikanischen Ableger der italienischen Mafia. Gotti wurde 1940 geboren und wuchs New Yorker Stadtteil Queens auf. Schon in jungen Jahren konzentrierte sich Gotti darauf, sein Geld mit Verbrechen zu verdienen. Seine gesamte Familie, darunter auch fünf Brüder, sollten später diesem Vorbild folgen und ebenfalls in die organisierte Kriminalität einsteigen.

Durch seine kriminellen Coups stieg Gotti schnell zu einem geachteten Mitglied der Gambino-Familie auf, die der Mafia angehörte. Drogendeals und Gewalttaten waren die Folge. Mit einem hinterhältigen Attentat gelang Gotti schließlich an die Spitze der Familie, nachdem er das vorige Oberhaupt erschießen ließ. Das wurde jedoch von den anderen Familien innerhalb der Cosa Nostra nicht gern gesehen, da er sich vorab nicht die nötige Zustimmung von ihnen eingeholt hatte. Auch seine Vorliebe für die Öffentlichkeit war ihnen ein Dorn im Auge, denn mit Zeitungsinterviews und Fernsehauftritten zog Gotti die Aufmerksamkeit nicht nur auf sich, sondern auch auf seinen kriminellen Hintergrund. 

Jahrelang konnte ihm trotz seiner zahlreichen Verbrechen und öffentlichen Auftritte kein Prozess gemacht werden, weil die Beweise und Zeugenaussagen fehlten. Das änderte sich jedoch 1992, als sich frühere Familienmitglieder gegen Gotti wandten und vor Gericht gegen ihn aussagten. Gotti wurde daraufhin festgenommen und in Einzelhaft gesteckt. Doch auch aus dem Gefängnis blieb er das Oberhaupt der Gambino-Familie und führte die Geschäfte weiter, bis er 2002 an Kehlkopfkrebs starb.

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