Sendung

In vier einstündigen Teilen setzt sich die Reihe "Die Inquisition" mit der grausamen Verfolgung Andersgläubiger auseinander, wie sie vielfach in der jüngeren Menschheitsgeschichte vorkam.

Der erste Teil befasst sich mit den Katharern, einer Glaubensgemeinschaft, die ihre Blüte im mittelalterlichen Südfrankreich hatte. Die Katharer wurden der Ketzerei beschuldigt, weil sie an den Dualismus glaubten: Der böse Gott erschuf die materialistische Welt und der gute Gott die spirituelle. Darum predigten die Katharer Armut, Keuschheit und Bescheidenheit. Die Kirche in Rom schickte ganze Armeen, um sie zu vernichten. Den Templer-Orden ereilte ein ähnliches Schicksal. Im Jahre 1307 ordnete König Philippe IV. die Verhaftung der Templer in ganz Europa und die Pfändung ihrer Besitztümer an.

Die Spanische Inquisition, die Gegenstand des zweiten Teils ist, war eine staatliche Behörde, die dazu diente, die katholische Orthodoxie zu erhalten. Muslime und Juden sollten konvertieren oder das Land verlassen. Historiker schätzen, dass mindestens 2.000 Menschen hingerichtet wurden und bis zu 800.000 Juden das Land verließen. 

Teil drei geht auf die Verfolgung von Katholiken in England ein. Heinrich VIII. sagte sich im 16. Jahrhundert von der katholischen Kirche los und gründete die Church of England, deren Kopf er selbst war. Katholiken wurden von ihm in großer Zahl verhaftet und zu Tausenden exekutiert.

Der finale Teil der Reihe befasst sich mit den Hexenjagden im Großbritannien des 17. Jahrhunderts. Zahlreiche Hexenjäger durchsuchten das Land. Menschen, die der Herxerei bezichtigt waren, wurden durch grausame Folter wurden falsche Geständnisse abgerungen, die in der Folge zu unzähligen Hinrichtungen führten. 

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Sonntag, 03.12., 16.25 Uhr