Amerika - Reise in eine neue Heimat

Der Mensch, ein Wanderer: Jede Ära offenbarte den Drang des Menschen, Neues zu entdecken, sich zu bewegen, vor widrigen Umständen zu fliehen, sein wirtschaftliches und soziales Glück zu finden. Seit dem 17. Jahrhundert ist Amerika das Ziel von Einwanderern aus aller Welt. Die zweiteilige Dokumentation beleuchtet anhand ausgewählter Einzelschicksale die Einwanderungsströme in die USA von der Kolonialzeit bis zum Ende des Vietnamkrieges.

Teil 1

Seit dem 17. Jahrhundert ist Amerika das Ziel von Einwanderern. Zuerst siedeln sich Glaubensflüchtlinge aus England, Holland, Deutschland und Frankreich an. Sie treiben Pelzhandel mit den Ureinwohnern. Unfreiwillig kommen bis zum Beginn des 19. Jahrhundert fast 400.000 afrikanische Sklaven ins Land. Sie sind Teil der größten Zwangsmigration in der Geschichte der Menschheit. Hunderttausende Siedler ziehen gen Westen, um das Land urbar zu machen. Beinahe ebenso viele machen sich auf den Weg nach Kalifornien, um nach Gold zu suchen, während Zehntausende Chinesen den Eisenbahnbau vorantreiben.

Teil 2

Im 19. Jahrhundert suchen protestantische Sekten im Mittleren Westen der USA eine neue Heimat. Skandinavische Holzfäller zieht es nach Westen. An der Ostküste boomen Großstädte wie Boston und New York, in die zahllose Iren vor der Hungersnot in ihrer Heimat fliehen und Juden vor Pogromen in Osteuropa. Italiener fliehen vor der Armut. Zu Beginn der 1920er-Jahre verhindern rassistische Vorurteile weitere Einwanderungswellen. Im Zweiten Weltkrieg kommen mexikanische Gastarbeiter ins Land. Im Kalten Krieg sieht sich die USA als Bollwerk der Freiheit und öffnet erneut die Tore für Flüchtlinge.