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Ein gestohlener Goldschatz soll sich auf dem Grund eines der fünf Großen Seen Nordamerikas befinden: dem Lake Michigan. Zwei Schatzsucher sind seit über 40 Jahren auf der Suche nach dem verschollenen Gold.

Die Legende

Die Geschichte rund um den Goldschatz im Lake Michigan geht bis zum amerikanischen Bürgerkrieg, auch Sezessionskrieg genannt, zurück, der von 1861 das Land vier Jahre lang in Nord- und Südstaaten spaltete. 1865 sollen Soldaten aus dem damals zu den Nordstaaten gehörenden Michigan den Präsidenten der Konföderierten Staaten von Amerika, Jefferson Davis, aufgespürt haben. Dieser wollte aus dem Land fliehen, wurde jedoch von den verfeindeten Soldaten aufgehalten. Sie konfiszierten wertvolle Besitztümer von ihm und schmuggelten diese per Zug in den Norden. 

Die Legende besagt, dass die Nordstaatler den Zug später vergruben, um ihre Spuren zu verwischen. Dabei soll ein Wagen des Zuges mit Gold im Wert von mehr als zwei Millionen Dollar im Lake Michigan versunken sein. 

Die Suche nach dem Schatz

Der Schatzsucher Frederick J. Monroe hörte die Geschichte von dem versunkenen Schatz das erste Mal von einem Freund. Dessen Großvater hatte über einen Leuchtturmwärter die Geschichte eines Mannes gehört, der auf seinem Totenbett von dem verschwundenen Gold erzählt hatte. Dieser Mann war George Alexander Abbott, der ehemalige Vorsitzende der Hackley National Bank, der 1921 in Muskegon, Michigan, verstorben war. Es war auch weithin bekannt, dass im späten 19. Jahrhundert, Güterwagen von den Fähren, die über den Lake Michigan fahren, gestoßen wurden, um während schlechten Wetters die Last auf dem Schiff zu verringern. Alles Beweise für die Existenz eines Schatzes? 

Für Monroe und seinen Kollegen Kevin Dykstra Beweis genug. Seit mehr als 40 Jahren sind die beiden Abenteurer auf der Suche nach dem kostbaren Wagon auf dem Grund des Sees. Dazu müssen sie jedoch geduldig sein, denn aufgrund der im Winter sehr harten Wetterverhältnisse, können sie nur im Sommer tatsächlich im See auf die Suche gehen.

Erste Entdeckungen

Im Dezember 2014 sorgten die beiden Schatzsucher schließlich weltweit für Schlagzeilen als sie verkündeten, sie hätten ein Schiffswrack auf dem Boden des Lake Michigan gefunden. Bei dem Fund soll es sich um die Le Griffon handeln. Angeblich hatten Monroe und Dykstra das Wrack bereits 2011 entdeckt, wollten mit der Verkündung der Neuigkeiten jedoch warten, bis sie zusammen mit Experten weitere Untersuchungen am Schiff durchführen konnten. 

Dabei waren die Beiden gar nicht auf der Suche nach dem Schiffswrack, als sie auf die Überbleibsel stießen. Bei ihrer Suche nach dem Zugwagen hatten sie beschlossen, sich in tiefere Teile des Sees vorzuwagen. Auf einmal tauchte ein großes Bild auf ihrem Sonargerät auf, das wie ein Schiff aussah. Der erfahrene Taucher Dykstra machte sich daraufhin mit seinem Bruder auf den Weg auf den Grund des gerade einmal zwei Grad kalten Sees. Und tatsächlich fanden sie in etwa 36 Metern Tiefe ein fast perfekt erhaltenes Schiffswrack. 

Schatzsuche geht in die nächste Runde

Nach diesem sensationellen Fund sind Monroe und Dykstra überzeugt davon, auch bald erfolgreich in ihrer eigentlichen Suche nach dem Zug mit dem Gold zu sein. Unterstützung bekommen sie dabei neuerdings von dem Abenteurer und erfahrenem Schatzsucher Marty Lagina, der vor allem für seine Ausgrabungen auf Oak Island berühmt ist.  

In der neuen Doku-Reihe Lake Michigan – Fluch und Legende gehen Kevin und Marty gemeinsam der Legende nach und versuchen, dem Rätsel um den verschwundenen Zug mit der wertvollen Fracht auf die Spur zu kommen.