Junior-Schirmherrin Vanessa Bosse

© Andreas Bosse

Vanessa Bosse aus Riegsee im bayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen setzt sich für weniger Plastikmüll in ihrer Gemeinde ein. Bei ihrem Projekt „Plastikfasten“ sammelte sie dafür gemeinsam mit anderen Dorfkindern die gelben Müllsäcke des ganzen Ortes zusammen und stellte sie vor dem Rathaus ab, um zu zeigen, wie viel Plastikmüll Riegsee produziert.

Die Idee zu ihrem Projekt kam Vanessa bei einer Fahrradtour mit ihrer Mutter Susanne, denn ihr fiel auf, dass die Unmengen an mit Verpackungsmüll gefüllten Müllsäcken vor den Häusern die Idylle des Örtchens störten. Daraufhin rief Vanessa zu einer Müllsammelaktion auf, um Riegsee zu zeigen, wie viel Plastikmüll die Gemeinde produziert.

Sie bat alle Bewohner, ihre gelben Müllsäcke bereits einen Tag, bevor die Müllabfuhr zur Abholung kam, herauszustellen, und sammelte diese mit ihrer Familie und vielen weiteren Dorfkindern ein. Daraufhin stapelte sie den Müllberg vor dem Rathaus auf. Damit machte sie für alle sichtbar, wie viel Plastikmüll sich allein in einem Dorf mit 1000 Einwohnern anhäuft.

Einen Monat später wiederholte Vanessa ihre Aktion, und der Berg war schon deutlich kleiner. Durch ihr Projekt regte sie viele Bewohner zum Umdenken an: „Viele Kinder wollen jetzt Spülmittel oder Zahnpasta selber machen und sagen zu ihren Eltern, dass sie ein Produkt nicht kaufen sollen, wenn es in Plastik verpackt ist. Und das finde ich gut“. Das Bayerische Staatsministerium für Umweltschutz und Verbraucherschutz zeichnete Vanessa für ihre Aktion sogar mit dem grünen „Junior Engel“ aus.

Nun sucht die Zehnjährige als Junior-Schirmherrin gemeinsam mit HISTORY beim HISTORY-AWARD 2019 nach weiteren Geschichten und Aktionen, die bereits etwas Gutes bewirkt haben oder die Welt zu einem besseren Ort machen.

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Interview mit Vanessa Bosse

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