Das Schicksal der Kinder von Aleppo

Rund 1,4 Millionen Flüchtlinge sind seit 2015 nach Deutschland gekommen, unter ihnen Hunderttausende Syrer. Auch die fünfjährige Sarah hat es geschafft, mit ihrer Mutter Hala und ihren Geschwistern Helen, Farah und Mohammed aus der umkämpften Stadt Aleppo zu entkommen und in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. „Das Schicksal der Kinder von Aleppo“ begleitet sie bei ihrer Flucht vor dem Bürgerkrieg und zeigt ihr neues Leben in der niedersächsischen Stadt Goslar. 

Nachdem Saras Vater Abu Ali, Kommandant bei der Freien Syrischen Armee (FSA), von Kämpfern des Islamischen Staats entführt wird und verschwunden bleibt, entschließt sich seine Frau und Saras Mutter Hala zur Flucht nach Europa.Über 3470 Kilometer legt die Familie über Kilis, einem Flüchtlingslager an der syrisch-türkischen Grenze, Istanbul und Hannover zurück, bis sie in Goslar eine neue Heimat findet.

Der deutsche Filmemacher Marcel Mettelsiefen, der die Familie bereits für seine Emmy- und Grimme-Preis-prämierte Dokumentation „Die Kinder von Aleppo“ besuchte und das gefährliche Leben in der umkämpften Stadt zeigte, begleitete sie auf ihrer Reise. Dabei taucht er ein in die Gedanken von Sara und ihrer Geschwister. Denn auch das unbeschwerte Leben in Goslar wird immer noch überschattet von Heimweh und einer Vergangenheit voller Krieg sowie einer Zeit in der Sara nicht mit Spielzeug gespielt, sondern mit ihrem Vater Bomben gebaut hat.

Die Oscar-Jury hat „Das Schicksal der Kinder von Aleppo“ unter dem Titel „Watani: My Homeland“ in der Sparte „Kurzdokumentarfilm“ für die Verleihung 2017 nominiert. Ebenfalls nominiert ist die Produktion für den Deutschen Fernsehpreis 2017.