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"The UnBelievable mit Dan Aykroyd“ ist mit einem Kuriositätenkabinett vergleichbar, das die seltsamsten Geschichten der Menschheit ins Rampenlicht rückt. Die neue Doku-Reihe zeigt, wie bizarr unsere Welt ist.

Während viele Dan Aykroyd sofort mit dem Kassenschlager „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ (1984) in Verbindung bringen, ist der kanadische Schauspieler ein Mann vieler Talente. Er ist Komiker, Autor, Produzent, Regisseur, Musiker und Unternehmer. Lasst uns einen Blick auf das vielseitige Leben des „Dr. Raymond Stantz“ werfen.

 

Kindheit und Jugend

Daniel Edward Aykroyd wurde am 1. Juli 1952 in Ottawa, Ontario geboren. Aykroyds Mutter, Lorraine, war französisch-kanadischer Abstammung. Sein Vater, Peter H. Aykroyd, war Bauingenieur und arbeitete auch als politischer Berater des kanadischen Premierministers Pierre Trudeau, dem Vater des derzeitigen Premierministers Justin Trudeau.

Von Anfang an war klar, dass Aykroyd und sein jüngerer Bruder Peter eine gemeinsame Leidenschaft für die Bühne teilten. Während ihrer Schulzeit an den St. Pius X und St. Patrick High Schools vertiefte sich ihr Interesse an den darstellenden Künsten durch Schauspielunterricht weiter.

Aykroyds Universitätskarriere, in der er Kriminologie und Soziologie an der Carleton University studierte, endete schnell, als er sich entschied, seine neu entdeckte Liebe zur Comedy zu verfolgen und seine aufstrebenden Fähigkeiten als Bluesmusiker weiterzuentwickeln.

 

Eine Leidenschaft wird geboren

Im Alter von nur 17 Jahren erhielt Aykroyd seinen ersten professionellen Comedy-Job und arbeitete mit Lorne Michaels an der kanadischen Sketch-Show „The Hart and Lorne Terrific Hour“. Obwohl die Serie nicht lange lief, war seine Beziehung zu Michaels wichtig für seine weitere Karriere.

Als die in Chicago ansässige Impro-Theatergruppe namens „The Second City“ auch in Toronto Fuß fasste, trat Aykroyd ihr 1973 bei. Dort lernte er auch Komiker John Belushi kennen, mit dem er eine langanhaltende Partnerschaft eingehen sollte.

Aykroyd wurde dann von Michaels kontaktiert, um an einer neuen Late-Night-Comedy-Show zu arbeiten, die er „Saturday Night Live“ (SNL) genannt hatte. Obwohl er ursprünglich als Autor eingestellt wurde, war Aykroyd bereits zum Zeitpunkt der Premiere der Show Teil der ersten Besetzung.

 

Der Durchbruch: Saturday Night Live

Zwischen 1975 und 1979 war Aykroyd einer der wichtigsten Stars von SNL und wurde in Amerika bekannt. Er schrieb nicht nur seine eigenen Charaktere, wie Bedlar Conehead und Elwood Blues, sondern gab auch überdrehte Imitationen von Personen wie Richard Nixon und Julia Child zum Besten. Seine schier endlose Energie auf der Bühne ließ ihn im Gegensatz zu seinen Co-Stars hervorstechen.

Seine Zeit in der Show führte zu fünf Emmy-Nominierungen und einem Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Writing in a Comedy-Variety or Music Series“.

 

Blues Brothers

Aykroyds Freund von „The Second City“, John Belushi, schaffte es ebenfalls in die Originalbesetzung von SNL. In dieser gemeinsamen Zeit in der Show schufen sie die Blues Brothers.

Durch die Verschmelzung ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Musik und inspiriert von Aykroyds eigenen Erfahrungen in jungen Jahren in einem Blues-Café, wo er auftrat, erschufen das komödiantische Duo das fiktive Musikduo 'Joliet' Jake Blues und Elwood Blues. Jake fungierte als Leadsänger, während Elwood die Rolle des Backup-Sängers und Harmonikaspielers in ihrer Band übernahm. Das Duo wurde als die Blues Brothers bezeichnet und trug auffällige schwarze Anzüge mit passenden Trilby-Hüten und Sonnenbrillen. Begleitet von professionellen Musikern entwickelten sie sich schnell von einem Bühnenact zu einer echten Musikband, die Live-Auftritte absolvierte und Alben veröffentlichte.

Ihr erstes Album, "Briefcase Full of Blues", verkaufte sich millionenfach und ist immer noch eines der meistverkauften Blues-Alben aller Zeiten. 1980 erschien der Film "The Blues Brothers" mit großem Erfolg in den Kinos. Ein Nachfolgefilm wurde 1998 unter dem Titel "The Blues Brothers 2000" veröffentlicht.

Die Band tourt bis heute, wobei Aykroyd gelegentlich noch als Elwood auftritt, während Belushis Bruder Jim ihn als 'Brother Zee' begleitet, seit John Belushi 1982 verstorben ist.

 

The Unbelievable mit Dan Aykroyd

Ab 4. April
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Kinoambitionen

1979 verließ Aykroyd SNL und strebte eine Karriere auf der Kinoleinwand an. Zu seinen frühen Werken gehörten Steven Spielbergs "1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood" (1979), "Blues Brothers" (1980), "Die verrückten Nachbarn" (1981) und "Die Grlücksritter" (1983). Bei letzterem Werk traf er auf ehemalige SNL-Co-Stars wie Eddie Murphy.

Dan Aykroyd, beeinflusst von seiner lebenslangen Faszination für das Paranormale, war maßgeblich an der Entstehung des übernatürlichen Films "Ghostbusters – Die Geisterjäger" (1984) beteiligt, den er gemeinsam mit Harold Ramis schrieb. Der Film handelt von einem Geisterfangunternehmen in New York, in dem Aykroyd neben Bill Murray und Sigourney Weaver eine Hauptrolle spielte. Dieser Film erwies sich als Aykroyds größter Hit und wurde zu einem riesigen kommerziellen Erfolg, der fast 300 Millionen Dollar einspielte, obwohl das Budget nur 30 Millionen Dollar betrug.

Ghostbusters entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen und einem Milliarden-Dollar-Franchise, das für seine einzigartige Mischung aus Komödie, Action und Horror gelobt wurde. Eine Fortsetzung des Films wurde 1989 veröffentlicht und war erneut ein großer kommerzieller Erfolg. In dem im Jahr 2024 erschienenen „Ghostbusters: Frozen Empire“ schlüpft Aykroyd dabei erneut in die Rolle des Dr. Ray Stantz.

Aykroyd genoss während der 1980er Jahre weitere große Erfolg auf der Leinwand, wie in "Spione wie wir" (1985) und "Schlappe Bullen beißen nicht" (1987) mitverfasste. Seine Schauspielleistung in "Miss Daisy und ihr Chauffeur" (1989) brachte ihm eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller ein.

Er hauchte seinem SNL-Charakter Bedlar Conehead im Film "Die Coneheads" von 1993 Leben ein und spielte in den 1990er Jahren in mehreren anderen Erfolgsfilmen mit, darunter "Ein Mann – ein Mord" (1997) und "Antz" (1998).

In den 2000er Jahren setzte Aykroyd seine schauspielerische Tätigkeit fort und spielte Rollen in verschiedenen Genres von Comedy bis Drama, darunter "Pearl Harbor" (2001) und "50 erste Dates" (2004).

 

Unternehmergeist

Außerhalb von Schauspielerei und Schreibkunst hat Aykroyd mehrere erfolgreiche kommerzielle Unternehmen aus dem Boden gestampft. 1992 gründete er das „House of Blues“, eine Live-Konzert- und Restaurantlocation. House of Blues ist jetzt ein weit verbreitetes Franchise mit einer Kette von Veranstaltungsorten in ganz Amerika.

In den 2000er Jahren stieg Aykroyd ins Wein- und Spirituosengeschäft ein, indem er Crystal Head Vodka, nicht zuletzt bekannt für das einem menschlichen Schädel nachempfundenen Flaschendesign, mitbegründete und in mehrere Weingüter investierte, wobei beide Unternehmen Aykroyd mehrere Auszeichnungen einbrachten.

 

Begeisterung für das Paranormale

Dan Aykroyds Interesse für das Paranormale reicht bis in seine Kindheit zurück. Schon früh war er fasziniert von Themen wie Geistererscheinungen, UFOs und übernatürlichen Phänomenen. Diese Faszination wurde durch persönliche Erfahrungen und familiäre Einflüsse verstärkt. Sein Urgroßvater war Mystiker, sein Vater veröffentlichte im Jahr 2009 das Buch „A History of Ghosts“, das die historische Beteiligung der Familie an der Spiritualistischen Bewegung dokumentiert.

Neben dem Spiritualismus ist Aykroyd auch stark an Ufologie interessiert und ist ein lebenslanges Mitglied und offizieller Hollywood-Berater des „Mutual UFO Network“ (MUFON), einer Organisation von Freiwilligen, die angebliche UFO-Sichtungen untersucht.

Als kreativer Kopf war es für Aykroyd naheliegend, dieses Interesse in seine Arbeit einzubeziehen. So entstand die Idee zu "Ghostbusters". Auch das Flaschendesign des Crystal Head Vodkas, das von den berühmten Kristallschädeln inspiriert ist, die oft mit paranormalen Kräften in Verbindung gebracht werden, unterstreicht Aykroyds Verbindung zu übernatürlichen Themen.

 

Privatleben

Nachdem aus der Verlobung mit Schauspielerin Carrie Fisher nichts wurde, heiratete Dan Aykroyd 1983 eine andere Schauspielkollegin, Donna Dixon. Gemeinsam haben sie drei Töchter. Im April 2022 gaben sie offiziell ihre Trennung bekannt.

Neben seiner Karriere hat Aykroyd auch öffentlich über persönliche Angelegenheiten gesprochen, darunter seine Diagnose des Tourette-Syndroms im Alter von 12 Jahren. Zudem wurde bei ihm in den frühen 1980er Jahren das Asperger-Syndrom diagnostiziert, über das er ebenfalls offen gesprochen hat.

 

Vormerken: The UnBelievable mit Dan Aykroyd ab 4. April exklusiv auf dem HISTORY Channel.

 

 

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